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Mexico 1994
6. zurück in Mexico City
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Nach einigen Tagen verließen wir Mérida um zurück zum Ausgangspunkt der
Reise zurückzukehren, nach Mexico City. Die Busfahrt (ADO, 1. klasse 180 N$) dauerte
einen ganzen Tag. Erneut zogen wir in das Hotel Avenida am Paseo de la Reforma
(war das wirklich da?, hieß das wirklich so? Es ist lang her und tut auch wenig
zur Sache).
39: Teotihuacán - Blick von der großen Sonnenpyramide auf die kleinere, aber immernoch beachtlich große, Mondpyramide.
Nachdem wir die Pyramiden der Mayas besucht hatten, schauten wir uns nun die
Pyramiden von Teotihuacán an. Diese Pyramiden sind sehr groß und mächtig,
aber deutlich weniger steil. Über die Stadt und das sie besiedelnde Volk ist
mäßig viel bekannt. Aber mit den Pyramiden haben diese Menschen einen großen Eindruck
hinterlassen und sind unsterblich geworden. Die große Pyramide ist sehr
beeindruckend (und wenn auch höher, so doch sehr viel einfacher zu besteigen als
die in Uxmal).
40: Mexico City - irgendwo im Zentrum
Zurück in Mexico City halten wir uns eigentlich nur im Innenstadtbereich auf,
wobei man mit der Metro schnell, günstig und bequem weite Teile der Stadt
erreicht. Doch wo soll man in einer 20 Mio-Metropole schon genau hin?
Bei unserem ersten Aufenthalt suchten wir noch irgendwo nach einer speziellen
Adresse (ein Arzt sollte dort zu finden sein), aber nun blieben wir eher im
Zentrum und liefen auf und ab und betrachteten so viel wie möglich - und zu
sehen gab es etliches. Besonders gefährlich wirkte die Stadt nicht, was aber
wahrscheinlich daran lag, dass wir gefährliche Bereiche automatisch mieden.
Auch "brutale" Armut (d.h. Armut die schonungslos ist und einen anschreit und
emotional verrohen lässt, so wie beispeilsweise in Indien) kaum zu sehen,
dennoch hat Mexico City auch viel Armut und viele Viertel mit großer
Gewalt.
41: Mexico City - der Torre Latinoamericana (180m)
Um eine Idee von der Größe der Stadt zu bekommen und eine Orientierung zu
erlangen, fahren wir auf den Lorre Latinoamericana. Das Ticket dafür nagt zwar an
den letzten Reserven der Reisekasse, aber die Aussicht war es wert.
42: Mexico City: Blick vom Torre Latinoamericana in Richtung Westen auf
die Avenida Juárez
Die Stadtgrenzen sind in keiner Richtung auch nur ansatzweie sichtbar, die
großen Straßen sind aber gut zu identifizieren. Unser Hotel konnen wir aber
nicht erkennen.
43: Mexico City: Das Rathaus am Zócalo
Das typische für Mexico City ist die riesige Größe. Das spiegelt sich auch am
Zócalo wieder. Dieser ist in erster Linie groß. Ansonsten erscheint er
eher untypisch. Zwar ist auch in seiner direkten Nachbarschaft die
Kirche/Kathedrale und das Rathaus, doch hat man hier nicht anders als in den anderen
Städten, das Gefühl die Stadt
breits "verstanden" zu haben, nur weil man den Zócalo gefunden hat. Nein, in Mexico
City ist der Zócalo einfach nur ein Platz - allerdings ein ziemlich großer und
zentraler.
44: Mexico City: Die Kathedrale Metropolitana de la Ciudad de México
Die Kathedrale bringt Mexico City gut auf den Punkt: riesig und ziemlich
gold-kitschig. Das mag alles zunächst gar nicht so toll klingen, tatsächlich
fand ich Mexico City sehr angenehm und eine sehr interessante Stadt. Aber die
Stadt ist riesig und die Mexikaner haben einen Hang zum Kitsch.
45: Mexico City: Sombreros im Stadtbild sind eher touristisch
Obschon die Stadt vorwiegend geschäftig wirkt und sich die nicht wenigen
Touristen gut verteilen, gibt es auch touristische Bereiche, in denen man sich
mit allerlei Andenken eindecken kann. Ein besonderes Faible haben die Mexikaner
für Hüte. Das macht sie mir sympathisch (ich muss mir immer noch mal einen
vernüftigen Panama-Hut kaufen - ach hätte ich damals doch mehr Geld mitgehabt...).
46: Mexico City: Die Schalterhalle der Hauptpost von Mexico City
Nachdem alle Postkarten geschrieben waren und auch die meisten
Sehenswürdigkeiten betrachtet waren, hieß es die letzten, am Ende der Reise
wirklich mühsehlig abgesparten, 18 US-Dollar nehmen und zum Flughafen fahren. Die
Fahrt dorthin gestaltete sich etwas schwierig, da eine U-Bahn stecken blieb und wir
anschließend einen Umweg fahren musste. Auch war zu unserer Reisezeit gerade
Rushhour, da ist Gepäck in der Metro verboten (hat aber zum Glück niemand
interessiert). Dass es die speziellen Frauenwaggons in der Metro nicht ohne
Grund gibt, ist nun auch bekannt, aber letztlich erreichten wir den Flughafen. Die 18
US$ seien für die Flughafensteuer, wer die nicht hätte, hätte dafür aber ein Problem.
So stand es im Reiseführer. Und dann am Flughafen bei der KLM wollte niemand
diese verdammten 18 Dollar haben. Nein, die Tax sei doch bereits beim Ticketkauf abgegolten
worden. So ein Ärger! Was hätten diese 18 US$ pro Person uns die letzen beiden Tage
noch versüßt...
Der Flughafen unterteilt sich in einen Domestic Terminal und
einen International Terminal. Der Übergang ist fließend. In den Terminals werden
die Flüge ausgerufen, im Domestic Terminal aber nur die nationalen. Dummerweise
warteten wir unwissender Weise im Domestic Terminal und wunderten uns schon,
warum unser Flug nicht endlich aufgerufen wurde. Bis aus irgendeinem Grund wir einige
Schritte schlenderten und im internationalen Bereich landeten und dort einen
"very urgent call" für zwei deutsche Rucksacktouristen vernahmen und "rush,
rush" durch alle Kontrollen getrieben wurden und gerade noch so das Flugzeug
erreichten und Mexico etwas verhetzt verließen.
Resumee: Mexico ist ein wunderbares Land! Voll großartiger Natur, reich
an Kultur und die Menschen waren überwiegend recht freundlich. Das Essen war
ganz besonders großartig. Ein wenig traurig war
die fehlkalkulierte, knappe Reisekasse bei der am Ende jeder einzelne Peso, Dollar und
jede Mark gezählt wurde.
Ich möchte dort in jedem Fall noch einmal hin!
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